Die Fünf Elemente

Visselhövede e.V.

HYDROTHERAPIE  (Wasser)

„Wo Medikamente wenig oder gar nichts vermögen, kann mit Wasser der beste Erfolg erzielt werden; es ist deshalb nur schade, dass man die Anwendungen mit Wasser wenig kennt.“
(S. Kneipp)

Die Kneipp-Hydrotherapie ist in Ihren Wirkungen großteils erforscht und gehört zum Fachgebiet der physikalischen Medizin. Das Wasser dient als Vermittler von Temperaturreizen. Hierdurch werden im Körper Reaktionen im Bereich der Blutgefäße, des Stoffwechsels und der Muskulatur bewirkt.

Die Hydrotherapie umfasst:
GÜSSE, WASCHUNGEN, VOLL- und TEILBÄDER, AUFLAGEN und PACKUNGEN, TAULAUFEN, WASSERTRETEN und SCHNEEGEHEN.
Wiederholte Anwendungen dieser Art bewirken einen Trainingseffekt, der zur Abhärtung führt. Die Infektionsanfälligkeit wird vermindert und allgemeines Wohlbefinden erreicht. Die Kneipp-Anwendungen werden kalt, im Wechsel warm/kalt oder warm verabreicht. Kneipp versuchte mit kleinsten Reizen die größtmöglichen Effekte zu erzielen. Im Vordergrund steht meist der thermische Reiz. Dieser wird über eigene Rezeptoren wahrgenommen und löst über verschiedene Ebenen des vegetativen Nervensystems Reflexvorgänge aus. Der wichtigste Effekt erfolgt im Bereich des Gefäßsystems im Sinne eines Gefäßtrainings.


PHYTOTHERAPIE (Heilpflanzen)

"Mit jedem Schritt und Tritt, welchen wir in der Natur machen, begegnen wir immer wieder Pflanzen, die für uns höchst nützlich und heilbringend sind."
(S. Kneipp)

Die Heilpflanzenkunde zählt zu den ältesten Heilmethoden, die uns überliefert sind. Die Inhaltsstoffe der Heilpflanzen haben eine sehr unterschiedliche Wirkungsintensität. Sie reicht von stark über mäßig bis mild.
In der Kneipptherapie kommen mild bis mäßig stark wirkende Heilpflanzen zur Anwendung. Bei richtiger Handhabung sind sie bei zahlreichen Erkrankungen sehr segensreich und gewinnen als Alternative zur Chemie oder zu deren Ergänzung immer mehr an Bedeutung.
In weiten Bereichen der „Bagatellerkrankungen“ kann man mit diesen milden Behandlungen auskommen, vor allem, wenn man zusätzlich Kneipp-Wasseranwendungen einsetzt. Darüber hinaus gibt es eine Reihe schwerwiegender Erkrankungen, wo die Phytotherapie entweder allein oder in Ergänzung wirksam ist. Viele hervorragende Arzneimittel haben pflanzliche Wirkstoffe als Basis oder werden nach pflanzlichem Muster synthetisch hergestellt.
Die Aufnahme der Heilpflanzen bzw. deren Wirkstoffe kann auf verschieden Wegen erfolgen:
Bei EINNAHME geht sie über den Darm, der zweite Weg führt durch INHALATION über die Atemwege. Des Weiteren können Wirkstoffe, die im BADEWASSER gelöst sind oder als SALBE aufgetragen werden, durch die Haut in den Körper oder in die Blutbahn gelangen.
ERNÄHRUNGSTHERAPIE (Ernährung)

„Laßt das Natürliche so natürlich wie möglich. Die Zubereitung der Speisen soll einfach und ungekünstelt sein. Je näher sie dem Zustande kommen, in dem sie von der Natur geboten wurden, desto gesünder sind sie.“
(S. Kneipp)

Gesunde Ernährung orientiert sich an der modernen Ernährungswissenschaft.
Grundsätzlich müssen dem Organismus mit der Nahrung jene Stoffe zugeführt werden, die er zum Aufbau und zum Erhalt der Gewebe und Organe bzw. zu einer reibungslosen Funktion benötigt. Zu viel, zu fett, zu süß und zu ballastarm – eine falsche Ernährung verursacht heute viele gesundheitliche Probleme.
Vernünftig und sinnvoll ist in erster Linie eine abwechslungsreiche Mischkost, da es keine Lebensmittel gibt, in dem alle Nährstoffe entsprechend dem täglichen Bedarfs enthalten sind. Jede Einseitigkeit auf Dauer schadet und stellt eine Gefährdung der Gesundheit dar.

Ernährung nach Kneipp bedeutet:
Hochwertige VOLLWERT- und BASISKOST, die reich an VITAMINEN, SPURENELEMENTEN, MINERAL- und BALLASTSTOFFEN ist.
Empfohlen wird eine vollwertige, abwechslungsreiche Ernährung mit frischen Lebensmitteln wie Gemüse, Kartoffeln, Obst, Milch und Vollkornprodukten, die möglichst vitaminschonend und fettarm zubereitet werden sollen. Mageres Fleisch und Fisch ergänzen den Speiseplan als Beilage.

Gesunde Ernährung kann ernährungsbedingte Krankheiten vermeiden oder deren Verlauf günstig beeinflussen.
BEWEGUNGSTHERAPIE (Bewegung)

„Je gesunder und kräftiger der menschliche Leib ist, um so frischer und leistungsfähiger wird auch sein Geist sein.“
(S. Kneipp)
Über die Notwendigkeit ausreichender Bewegung braucht man heute kaum noch ein Wort zu verlieren.
Die Kneippsche Bewegungstherapie beinhaltet das Wechselspiel zwischen Belasten und Ausruhen. Diese Mobilisierung verbessert die Funktion des gesamten Bewegungsapparates, trainiert Herz-Kreislauf-Organe, normalisiert krankhafte Stoffwechselwerte und stärkt das Immunsystem. Außerdem reguliert die Bewegungstherapie die geistige Leistungsfähigkeit und fördert die seelische Entspannung.

Empfohlen werden:
WANDERN, RADFAHREN, SCHWIMMEN, GYMNASTIK.
Regelmäßige Bewegung hilft, die Gesundheit zu erhalten. Dabei verband Kneipp das Nützliche mit dem Praktischen: Er bezeichnete selbst Holzhacken und Hausarbeit als Bewegungstherapie.
 Körperliche Aktivität - sinnvoll und dosiert angewendet - setzt angepaßte Reize frei, um wichtige Funktionen unseres Körpers zu fördern und zu unterstützen. Der Bewegungsapparat, das Herzkreislaufsystem, Verdauungsorgane oder das Nervensystem werden durch Bewegungstherapie gleichermaßen angesprochen, wie z.B. auch die Psyche, auf die sie einen regulierenden Einfluß hat. Massage unterstützt oder begleitet als „reaktive Therapieform“ - oft unentbehrlich - die Bewegung.
ORDNUNGSTHERAPIE (Lebensgestaltung)

„Erst als man den Zustand ihrer Seele kannte und da Ordnung hineinbrachte, ging es mit ihren körperlichen Leiden auch besser. Sie bekamen mehr Ruhe und Zufriedenheit, kurz sie fühlten sich besser.“
(S. Kneipp)

Die Strukturierung der äußeren und inneren Lebensordnung ist das Kernstück der Kneipp`schen Ganzheitstherapie. Hierbei hat das Vermeiden von Risikofaktoren, Genussgiften und Reizüberflutung gleichermaßen Bedeutung wie das Wiedererlangen des seelischen Gleichgewichts.
Die Aufgabe der Ordnungstherapie ist, Krankheitsursachen zu beseitigen oder besser gesagt, gar nicht erst entstehen zu lassen.
Wenn ein Mensch ständig Einflüssen ausgesetzt ist, die seine Gesundheit schädigen, dann wird er früher oder später je nach Konstitution krank. Ereignisse und Umstände, die eine latend vorhandene Krankheit hervorbringen können, sind auch im Stande eine schon ausgebrochene Krankheit zu verschlimmern oder unheilbar zu machen.

Diese Ereignisse sind von sehr verschiedener Natur und wirken sich auch in sehr verschiedenem Grad nachteilig aus.
Ein unglückliches Leben oder ein schlechtes Gewissen wirken sich um ein vielfaches stärker nachteilig auf die Gesundheit aus als Strapazen, Verwundungen, Hitze, Kälte, Hunger und Armut.
Die häufigste Ursache für den Ausbruch und Verschlimmerung einer Krankheit ist:
GRAM und VERDRUSS, ununterbrochener KUMMER und ÄRGERNIS, TODESFÄLLE oder LIEBESKUMMER, ÄRGER, WUT, SCHULDGEFÜHLE, ENTRÜSTUNG über Taten Anderer, UNWERTGEFÜHLE, FEHLENDE GEISTIGE FLEXIBILITÄT sowohl auch die Art der ERZIEHUNG.

Das Leben zu richten, es in Ordnung zu bringen, dazu gehören:
GESELLIGKEIT Auflösung der Isolation, FREUDE an der Arbeit, SELBSTMOTIVATION und –WIDMUNG, ACHTUNG und WERTSCHÄTZUNG anderen Menschen gegenüber, LACHEN, RUHE und ENTSPANNUNG ins Leben bringen, SEELISCHE AUSGEGLICHENHEIT, STRESSTOLERANZ und SOZIALE KOMPOTENZ.

Ruhe- und Erholungsphasen sollten sich abwechseln mit Phasen der Anspannung und Arbeit. Meditation und Atemübungen schaffen die nötige Entspannung und Zeit der Muße. Bewegung und körperliche Betätigung gleichen einseitige Belastungen im Alltag aus.

Nur durch die Verbesserung der Verhältnisse eines Kranken, kann eine Heilung erzielt werden. Die Ordnungstherapie ist deshalb notwendige Vorraussetzung einer dauerhaften Heilung!


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